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Kuvasz vom Wolfskampe
Mein Hund und das Sofa...
Alles eine Sache der richtigen Erziehung sollte man meinen, oder schreiben wir doch lieber gleich ein Buch drüber? Wäre eine Alternative, noch ein Schmöker mit einer verrückten Ansicht. Über das Thema ob ein Hund auf das Sofa darf oder nicht, ob er vor, nach, oder beim Mittag auch sein Futter bekommen soll, könnten noch etliche Bücher geschrieben werden, ein Patentrezept gibt es nicht. Genauso wenig wie ein Kind nach den Ratschlägen irgendwelcher Fachbücher erzogen werden kann, klappt es meistens auch bei den Haustieren nicht. Also will ich hier auch gar nicht mit Ratschlägen anfangen, sondern einfach mal unsere Erfahrungen schildern.
Wir hatten neben Hunden grundsätzlich auch immer Katzen im Haus. Im allgemeinen waren es zwei Katzen, eine war immer vor dem Hund da und hat ihm gezeigt wo die "Harke" hängt und eine Katze kam dann meistens später dazu, die konnte dann der Hund "erziehen". Mit Katze und Hund in einem Haus, ist die Frage mit dem Sofa eigentlich schon beantwortet. Immer vorausgesetzt Ihre 4-beinigen Hausbewohner sind hoffentlich voll in der Hausgemeinschaft integriert, können Sie dem Hund selten das verbieten was die Katze darf. Wenn die Katze somit auf das Sofa darf, wird es gerade der Hund mit einer engeren Rudelbildung zum Menschen, nicht verstehen dass die Katze etwas darf, was er selbst auf keinen Fall soll. Gut man kann der Ansicht sein, der Hund braucht schließlich nichts verstehen, er soll gehorchen, aber dann könnte das weitere Lesen dieser Seite zu Gewissenbissen führen.....
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Mit einem Hund holt man sich je nach Rasse für 9-17 Jahre ein Familienmitglied ins Haus was nichts anderes ist, als Gewisser Weise ein Kind das nie richtig erwachsen wird. Somit sind die Zutrittsrechte zu den Räumen des Hauses eigentlich auch schon geklärt. Ob man seinem Hund nun gestattet das Bett von Herrchen gegen den Hundekorb zu tauschen, muss jeder mit sich selbst ausmachen. Und da ein Sozialisierter Hund normalerweise nicht das Kopfkissen beanspruchen wird, sofern da Herrchen schon liegt, gibt es eigentlich nur noch die Frage reicht das Fußende für 2 oder nicht? Und glauben Sie mir, selbst bei einem ausgewachsenen Kuvasz bleibt noch Platz für die eigenen Füße. Dass nach ausgiebigem "Schlammbädern" ein Hund nicht auf Sofa oder Bett gehört versteht sich von selbst, aber auch Kinder werden ja nach ausgiebigen Spiel im Schlamm meisten "grundüberholt"! Sollten bei einem sauberen Hund noch immer Hygienische Bedenken bestehen, sollte man sich vielleicht doch noch einmal die Grundsatzfrage nach dem richtigen Haustier stellen. Ein Hund sabbert nun mal ab und zu, "müffelt" auch je nach Wälzplatz etwas unangenehm und hat nun mal andere Tischsitten als die (meisten) Menschen. |
Und zum oft aufgeführten Dominanzproblem was angeblich immer auftritt wenn man seinem Haustier solche "strategischen Plätzen" wie Sofa oder Bett zugesteht, kann ich aus eigener Erfahrung nur eins sagen: Vergessen Sie es!
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Meine Tiere konnten und können solange vor der Tür, im Weg, auf dem Sofa oder sonst irgendwo herum liegen bis ich dahin will. Da mein Hund mir meist sowieso wie ein Schatten folgt, (außer die Enkeltöchter sind im Haus!) hätte ich viel zu tun, immer drauf zu achten das der Hund keine "dominante Stellung" aufbaut. Es ist nicht das Problem das Ihr Hund vom "Größenwahn" befallen wird, weil er nun auf Ihrem Lieblingsplatz liegt, sondern es ist dann eher das Problem, das Sie von Ihrem Hund nicht als Rudelführer anerkannt werden. Es kommt auch nicht zu Machtproblemen wenn ein so genannter "Alpha-Hund" auf einen genauso sturen Rudelführer trifft, sondern in der Kombination schwacher Hund trifft auch schwaches Herrchen / Frauchen, liegt die Gefahr. Der Hund weiß dann nicht ob es der Zweibeiner nun wirklich so ernst meint wie er tut und der Mensch hat Angst dass die "Bestie" ihn gleich auffrisst wenn er ihn nun vom Sofa schmeißt! Das ist eben Theorie und Praxis! Sie lesen ein schlaues Buch sehen einen tollen Fernsehbericht suchen sich im bunten Heften einen Hund aus und los geht das Chaos. Die "Hundemethode" das heißt dass Sie Ihren Hund einfach mal anknurren sollten wenn Ihnen etwas nicht passt, werden Sie z. B. in den wenigsten Büchern finden. Die Wirkung ist enorm, probieren Sie es mal aus! Aber bitte probieren Sie es mit Ihrem Hund alleine im Raum aus. Es nützt nichts wenn Sie den bösen Blick aufsetzen Ihren Hund anknurren und Ihre Familie lacht sich daneben halbtot.... Nach ein paar mal üben, (bitte aber nicht bei grundlosen Dingen) versteht Ihr Hund schon Ihren "bösen Blick" und dann sind Sie an der Reihe in Schadenfreude zu verfallen wenn der Rest der Familie versucht mit dem Hund zu diskutieren.... |
Wenn Sie nun Ihren "Bello" noch davon überzeugen können das Sie noch cleverer sind als er, noch schneller, noch sturer und ihm zu verstehen geben das Sie das ganze mit etwas (gespielter) "Dominanz" auch garantiert durchsetzen werden, dann werden Sie sehen wie schön das Leben mit Ihrem Hund sein kann. Dazu braucht man keine Härte, kein Schreien sondern einfach nur Rückrat, (ist das andere Wort für Sturheit) aber ab und zu etwas Gelassenheit.....
Wenn Sie jetzt aber meinen, nur weil Sie auf 2 Beinen stehen und im Zweifelsfall schön laut schreien können um den Hund zu beeindrucken, dann würde Ihr Hund schließlich genauso gut gehorchen, na dann viel Spaß. Das mit dem Schreien klappt nämlich vielleicht ein- bis zweimal, dann hat Ihr Hund Sie durchschaut und stellt die Ohren auf Durchzug. Danach bleibt Ihnen nur die Drohung und was kommt dann? Kommt dann die "harte Hand"? Sie verspielen sich jegliches Vertrauen zu Ihrem Tier und mit Härte wird es besonders beim Kuvasz böse enden...
Also nehmen Sie lieber die "Hundemethode", so kann Ihr Hund auch in Ruhe vor Ihrer Mahlzeit sein Futter bekommen. Und wenn Sie es richtig verstanden haben Ihrem Hund klar zu machen, wer nun wirklich der Chef ist, dann können Sie ihm auch das Fressen zwischendurch wegnehmen, ohne Gefahr zu laufen, gebissen zu werden. Ihr Hund wird bestimmt nicht deshalb an Ihrer Führungskraft zweifeln nur weil er eher zu Fressen bekommt!
Es ist vollkommen egal ob Sie einen Dackel, einen Pitbull, oder einen Kuvasz haben, mit reiner Härte und Kraft können Sie nur den Dackel überzeugen, bei den anderen hilft nur "besser sein", oder schneller laufen zu können, aber dann wären Sie wenigstens in einem Punkt besser als Ihr Hund!
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Hunde sind wie Kinder mit "Befehlen" kommen Sie da nicht weiter. Also gönnen Sie Ihrem Liebling ruhig mal die Genugtuung auf Herrchens Sofa zu lümmeln, er wird es Ihnen danken.... Sie brauchen keine Gewissenbisse zu haben, wenn Sie mit Ihrem Hund anders zusammenleben als es vielleicht "offiziell" in den vielen Hundebüchern steht. Es sollte auch egal sein was die Nachbarn und Freunde sagen. Sie erziehen Ihre Kinder ja auch nicht nach der Meinung der Nachbarn! Nur sollte von klein auf beim Hund geklärt sein wer am Ende das "sagen" hat. Ihr Hund wird Sie dann auch "blind" verstehen, nur er ist eben wie ein Kind das nie richtig erwachsen wird...... Das Denken und die Verantwortung müssen Sie übernehmen! |
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Copyright© Michael Treude 05/2007 - Aktualisiert am 16.04.2012