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Kuvasz vom Wolfskampe
Ein Kuvasz als Familienhund???
Warum denn nicht?
Was unterscheidet denn den Kuvasz von anderen Hunden, eigentlich nichts. Somit gibt es keinen Grund warum er nicht als "Familienhund" geeignet sein sollte, es gibt aber auch keinen Grund warum gerade er besonders als "Familienhund" geeignet sollte.
Wobei man mit der heute gerne benutzen Bezeichnung "Familienhund" sehr vorsichtig sein sollte. Ein Kuvasz ist auch "nur" ein Hund und ein Hund ist eben ein Tier. Der Nachteil von Tieren ist aber nun mal das sie unsere Sprache nicht verstehen und sie somit nur ahnen können was "ihr" Mensch nun gerade mal wieder von ihnen will. Viel problematischer ist jedoch das sich der Mensch selten die Mühe macht seinen Hund zu verstehen oder wenigsten ein Minimum der Mimik eines Hundes zu lernen. Den oft zitierten "Familienhund" gibt es also nicht, der Irrglaube es gäbe eine Rasse von "Familienhunden" kann böse enden. Also Vorsicht bei Angeboten von "Familienhunden" und von den "Idealen Familienhunden" bitte die Finger weg!| Meistens ist für uns Menschen der Hund der sich fast alles gefallen lässt der "brave" und der Hund der knurrt "gefährlich". Aus dieser Sichtweise ist ein Hund mit hoher Toleranzschwelle natürlich der ideale "Familienhund". Dieses hätte zur Folge dass der Kuvasz mit seiner sehr hohen Toleranzschwelle geradezu der ideale "Familienhund" wäre, gäbe es nicht diese "komische" Zusatzbezeichnung als "Herdenschutzhund"?! Sofern es seitens der Menschen gegenüber dem Kuvasz etwas den Respekt erhöht, soll`s mir recht sein. Schließlich ist man Personen mit dem Beruf "Türsteher" auch etwas vorsichtiger mit unflätigen Ausdrücken oder "leichten Körperberührungen" als bei einem Sachbearbeiter im Büro, nicht weil man deren Berufe anders beurteilt, aber die Möglichkeit beim Türsteher gleich eine "handfeste Antwort" zu bekommen ist eben einfach höher als beim Sachbearbeiter. |
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Vielleicht schützt die Größe des Kuvasz ihn selbst doch vor einigen "unsanften Behandlungen" seiner Zweibeiner.
So wie es natürlich immer wieder Personen gibt die gerne etwas "kräftigere" Menschen zu ihren Freundeskreis zählen, so gibt es auch Personen die manche Hunderassen (leider) bevorzugen, wobei der Kuvasz da zum Glück nicht zugehört. Aber so wie man keinem Bauarbeiter oder Türsteher pauschal unterstellen kann dass er aggressiv sei, so kann man es auch bei keiner Hunderasse festlegen. Leider besteht für dieses Verständnis in manchen Bundesländern noch etwas Nachholbedarf, was man an den noch unsinnigen Hundeverordnungen sieht. Andererseits gibt es immer wieder einzelne "Hundefreunde" die sich die "größte Mühe" geben um ihre Hunderasse endlich als aggressiv gelten zu lassen.
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Also ein Kuvasz ist eben auch nur ein Hund, wenn
auch manchmal ein besonderer. Bei vernünftiger Sozialisierung
ist die Hemmschwelle äußerst hoch und der Kuvasz erscheint als
besonders friedfertig. Hier täuscht natürlich auch seine
Fellfarbe, denn in der allgemeinen "Menschensprache"
ist ja nur ein "schwarzer" Hund bedrohlich. Dieses verleitet
(nicht nur) Kinder oft
zu der Annahme das man mit "dem" (Hund) nun alles machen kann, "der tut
ja nix". Mit Kindern ist es aber wie mit Hunden, das eine Kind
merkt schnell sein Spielkamerad (Hund) hat von der
"Quälerei" die Nase voll, das andere Kind ist dann manchmal aber
doch etwas "gefühlskalt" veranlagt.....
Und es kommt wie es kommen muss, erst steht der Hund auf, dann knurrt er, dann schnappt er.... |
Ist der Hund nun bösartig??? Mit Sicherheit nicht, aber wer ist nun schuld? Kind, Hund, Halter, also Sie?
Ja, da ist eine pauschale Antwort schnell möglich, Sie ganz alleine sind schuld, nicht der Hund. Der Hund hat alles richtig gemacht, er ist aufgestanden als es ihm zu viel wurde, er hat "es reicht" gesagt = Knurren, als es ihm zu viel wurde und am Ende hat er eine "Watschen" verteilt, er hat geschnappt! Das heißt bei guter Beißhemmung des Hundes und Erwachsenen bzw. großen Kinder einfach ein blauer Fleck mehr, bei Kleinkindern mindestens ein Schock incl. Schmerzen, ggf. ein Arztbesuch! Das war die Variante mit guter Beißhemmung, die andere heißt einfach: Im besten Fall Krankenhaus oder eben Todesfall! Ja, so krass muss man es sehen und zwar völlig unabhängig von der Rasse und Hundegröße, auch ein Malteser kann einem Säugling schwerste Verletzungen zufügen!
Wenn der Hund also schnappt, (* Schnappen und Beißen haben unterschiedliche Folgen, s. unten!) haben Sie die Signale Ihres Hundes einfach nicht beachtet, oder Sie haben Ihren Kind(ern) den Umgang mit Hunden nicht richtig beigebracht! Der Hund ist nicht schuld, der hatte einfach nur die Sch... voll von den "Gängelei" und "Quälereien" Ihrer Kinder und da ihm keiner zugehört hat, hat er sich eben gewehrt! Wie? Ihre Kinder quälen keine Tiere und was heißt Gängelei?
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Schauen Sie sich das Foto an, wo ist das "Monster"? Hat es hier 2 oder 4 Beine? Richtig, das Kind ist hier die Gefahr und nicht der Hund. Deshalb auch die Bezeichnung "Quälerei", wenn man hier nicht die Notbremse zieht, könnte es ein böses Erwachen geben... Ein Hund ist keine Puppe und kein Roboter, somit empfindet ein Tier Schmerzen und "funktioniert" eben manchmal einfach nicht so wie es Kinder wünschen. Schauen Sie Ihren Kindern einfach mal zu wie sie mit ihren Spielzeugen umgehen wenn die Lust zum Spielen zu Ende geht. Oder wie Modellbahn oder das ferngesteuerte Auto traktiert werden wenn sie streiken, dann wissen Sie wie es manchmal Ihrem Hund ergangen ist! |
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Und wenn Sie ehrlich zu sich selbst sind, wie ergeht es Ihnen wenn Sie keine Lust haben mit Ihren Kindern das zu spielen was die gerade wollen? Gehen Ihre Kinder dann freudestrahlend aus dem Raum und sagen danke Papa ich versteh dich vollkommen, es macht überhaupt nichts dass du jetzt keine Zeit hast???? Ein paar unfreundliche Kommentare sind mindestens drin, es soll auch schon mal einen Tritt vors Schienbein der Eltern gegeben haben......
Sehen Sie, genau deshalb sollte man seine Kinder möglichst nie unbeaufsichtigt mit dem Hund "spielen" lassen, allein schon dem Hund zuliebe.....
Nun zum Kuvasz, der ja bekanntlich ein etwas größeres Format hat was auch bei seinen Zähnen gilt. Wenn ein Zwergdackel genug geärgert wurde und seinen Unmut dann mit den Zähnen andeutet, hat es andere Folgen als wenn dieses ein Kuvasz macht. Gerade weil der Kuvasz eine äußerst große "Leidensfähigkeit" Kindern gegenüber mit bringt, sollte man seinen Kindern rechtzeitig eindeutige Grenzen aufzeigen. Vom Wesen her haben Sie mit dem Kuvasz den idealen Familienhund, aber auch ein Kuvasz hat seine berechtigten "Schmerzgrenzen"! Wenn Sie Ihren Kuvasz voll in die Familie integrieren, dann haben Sie den idealen Spielgefährten für Ihre Kinder. Voll integriert heißt nicht anderes als das Sie ein Kind mehr haben. Betrachten Sie den Kuvasz eher als "Hund" dann empfehle ich Ihnen eher die Ausführung mit dem Knopf im Ohr....
Am besten schaffen Sie sich zuerst eine Katze an, dann lernen Ihre Kinder ganz schnell die Grenze der Toleranz von Tieren bei etwas "derber Behandlung". Wenn die ersten Schrammen verheilt sind ist die Zeit reif für den Hund, egal welcher Rasse.
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Wobei ich der Auffassung bin, man sollte seinen
Kindern immer klar machen das der Hund ein gleichberechtigter
Partner von ihnen ist und kein Befehlsempfänger. Dann unterbleiben auch
die Versuche der Kinder mal seinen Freunden zu zeigen, was für
eine tolle "Waffe" auf vier Pfoten ihr Hund doch sein kann....
Entscheidend ist aber, das Sie der Rudelführer aller "Lebewesen" im Hause sind, haben Ihre Kinder keinen Respekt vor Ihnen, werden sie auch keinen Respekt vorm Hund haben. Respekt hat nun absolut nichts mit "Zucht & Ordnung" zu tun, geschweige da vielleicht irgendjemand aus Angst "funktioniert"! Respekt heißt hauptsächlich "verstehen" und "akzeptieren", dann kommt das "Funktionieren" von ganz alleine. Wer nicht bereit ist "mit" seinem Hund zu leben sondern lieber einen Hund "besitzt" der sollte sich auf keinem Fall einen Kuvasz anschaffen, am besten gar keinen Hund.
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Aber wie gesagt das ist meine Meinung, Ihre müssen Sie selbst finden.
Ein Kuvasz ist eben auch nur ein Hund, ab und zu auch mal ein Weißer, ab und zu etwas schmuddelig, ab und zu duftet er auch ein wenig streng, aber vom Wesen her ein Traumpartner. Somit lässt sich der Kuvasz schon als "Familienhund" betrachten, so wie eben jeder andere Hund auch. Auch ein Pitbull ist ein guter "Familienhund", es kommt beim Hund eben grundsätzlich auf sein Umfeld an, wo er geboren ist, aufwächst und lebt und besonders auf uns Hundebesitzer. Ein Kuvasz kann zum "Kuscheltier" werden aber auch zur Gefahr für Zwei- und Vierbeiner, das liegt aber allein in Ihren Händen! Ursache bei Problemen ist aber zu 98% der Mensch und nicht das Tier!
* Schnappen ist ein einmaliger Biss, welches mehr ein (schmerzhaftes) Zwicken ist, immer eine funktionierende Beißhemmung vorausgesetzt. Ist mit einer "Backpfeife" des Menschen vergleichbar, gilt auch in der Wirkung beim "Empfänger" = gleiche Stärke beim Erwachsenen = Aua, beim Säugling ggf. Tod!
* Beissen ist in der Regel ein Starker Biss der mehrfach nachgesetzt wird und zu schwersten Verletzungen, wie auch zum Tode führen kann! Um einen sozialisierten Hund im Normalfall zum Beißen zu bringen, hat der Mensch schon einige Fehler in Folge veranstaltet....
Sorgen wir als Hundehalter für ein vernünftiges Umfeld, dann haben wir ideale Voraussetzungen für einen "Familienhund"
Copyright© Michael Treude 09/2007 - Aktualisiert am 16.04.2012