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Kuvasz vom Wolfskampe
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gPRA allgemein - Stand April 2007 - Ergänzung März 2008 Die gPRA = Generalisierte Progressive Retina Atrophie
ist beim Kuvasz eine vererbte Augenkrankheit, die
zur vollständigen Erblindung führt, siehe auch
Kuvasz - gPRA - Ruhr-Uni-Bochum
Die PRA ist ein
Sammelbegriff für erbliche fortschreitende Netzhautdegenerationen mit
verschiedenen genetischen Ursachen und Mechanismen. Im wesentlichen wird
dabei die Netzhaut durch lokale Stoffwechselfehler im Gewebe der Netzhaut
kontinuierlich fortschreitend zerstört. Die klinischen Erscheinungen sind
sehr ähnlich bei den verschiedenen Formen. Progressive Retina Atrophie führt
letztendlich immer zur völligen Erblindung des Tieres. Eine Therapie ist
nicht möglich. Beim Mensch gibt es eine vergleichbare Erkrankung, die
sogenannte Retinitis pigmentosa. Ein Merkmals-Träger (=
affected) und nur er, wird somit zwangsläufig
immer erblinden. Durch einige wenige engagierte Kuvaszok Besitzer / Züchter konnte in der
Ruhr-Uni-Bochum dank der Blutproben ihrer Hunde die Grundlage zur
Gentestentwicklung auch beim Kuvasz gestartet werden. Die Firma OptiGen in
Amerika www.optigen.com
hat dann durch weitere Forschungsarbeit das betreffende Gen isoliert und einen direkten Gentest auf gPRA für
den Kuvasz entwickelt. Dadurch ist man jetzt in der Lage den Weg der
Vererbung nachzuvollziehen. (OptiGen Bezeichnung)
(Laboklin Bezeichnung)
Dem einfachen Verständnis halber verwende ich ab hier nur noch die OptiGen Bezeichnung. Was bedeutet das: Der Erbgang bei prcd-PRA ist folgendermaßen:
Musste man früher nicht nur einen
befallenen Hund aus der Zucht nehmen, sondern auch seine Eltern (Träger)
und auch seine Geschwister (freie, Träger oder Befallene, siehe
Erbschema) und verlor dadurch ganze Zuchtlinien, so können jetzt alle
Hunde weiterhin in der Zucht bleiben. Züchter müssen auf jeden Fall bedenken, dass sie aufgrund der Produkthaftung verantwortlich gemacht werden können, wenn ein Hund aus ihrer Zucht an prcd/PRA erkrankt - und dieser Hund aus einer Paarung ungetesteter Elterntiere stammt!
Züchter, die also auf der Welpenliste den Vermerk "DNA (PRA) getestete Eltern" stehen haben, leisten einen wertvollen Beitrag zur Gesundheit der Rasse und das Thema "PRA" kann in ein paar Jahren Vergangenheit sein. In Deutschland, Ungarn, Holland, Belgien, Schweden, Amerika sind mittlerweile diverse Hunde mit einem gPRA-Gentest untersucht bzw. getestet worden. Dabei hat sich herausgestellt, dass der Anteil "Träger" zu "Pra-frei" getesteter Tiere teilweise gleich groß ist, aber auch diverse "affected" Hunde sind leider darunter.
Carrier/Träger Hunde müssen in jeden Fall in der Zucht bleiben, denn sie sind für
die Erhaltung der genetischen Vielfalt äußerst wertvoll, dürfen
natürlich nur mit freien Hunden verpaart werden. Voraussetzung für eine verantwortungsvolle Zucht ist jedoch die Durchführung eines gPRA Gentestes nebst Offenlegung des Ergebnisses, ohne Rücksicht auf den Befund. Auch der "normale" Kuvaszok Besitzer sollte zum Wohle der Rasse und zur weiteren Erforschung der Krankheit den Gentest durchführen lassen. Welche Labore die Forschung aktuell unterstützen bzw. selber Forschen, erfragen Sie bitte aktuell unter: genetest@optigen.com bzw.: info@laboklin.de Vielen Dank an Fr. Prof. Dr. Irene Sommerfeld-Stur - http://www.sommerfeld-stur.at/hunde/hundeleben/prolog/index.htm , für Ihre Stellungsnahme besonders im Umgang mit "affected" getesteten Hunden in der Zucht.
Ein besonderer Dank gilt natürlich all den Kuvasz-Züchtern und Kuvaszokhaltern die den gPRA Test für den Kuvasz erst durch ihre Mithilfe und unermüdlichen Einsatz erst ermöglicht haben. Wollen wir hoffen das die Zurückhaltung der Kuvaszokhaltern bei dem gPRA Test bald der Vergangenheit angehört. |
Copyright© Michael Treude 06 / 2007 - Aktualisiert am 16.04.2012